Da sind wir schon wesentlich bescheidener, wenn wir in kleinerer oder auch größerer Runde unterwegs sind. Der Stoff zum träumen ist CaCO3, Calciumcarbonat, profaner ausgedrückt könnte man aber
auch einfach Kalkstein dazu sagen.
Ja, das ist alles, was Xitrailers Herz begehrt. Liegt vor der Haustüre, kostet nix und man kann sogar drauf rumfahren und turnen. Natürlich erst, nachdem das Bike obligatorisch ein paar läppische
Stündchen den Berg hochgetragen wurde, aber das geht schon OK, jedenfalls für Rider mit einer Persönlichkeitsstruktur, welche die Vorstellung, einen Berg ohne Bike zu besteigen, eher als absurd
einstuft. Die "anderen" sehen das vice versa wohl ebenso.
Äääh ja, ich schweife ab und verirre mich in komplentativer Betrachtung, dabei wollte ich ja eigentlich was zur letzten Unternehmung anmerken.
Bei strahlendem Wetter mit 30° Celsius, so versicherte zumindest der Wetterbericht, sind wir zu einer Neueroberung aufgebrochen. Dicke Wolken und immer wieder mal Regen ließen bald Zweifel an
unserer Wahrnehmung auftreten, die aber nicht eingetrübt war, es war nur mal wieder der Wetterbericht voll daneben, wie schon seit gut einer Woche. Auch wurst, die Aufstiegsmühen waren so
erträglicher, "frieren ist besser als schwitzen" war die ausgegebene Devies des Tages.
Dafür schaurig schöne Ausblicke ins Tal und auf lockende Kalkplatten im Gipfelbereich, die unseren Speichelfluss erhöhten. Zu Recht, die Befahrung ebendieser erwies sich als überaus furioses
Abenteuer mit höchstem Suchtfaktor - besser als, nein das überlasse ich jetzt der Phantasie...
Auch die restlichen Trails waren alles andere als ohne, von episch bis ziemlich brutal war alles drin. 3 Jöcher, ein Gipfel, 7 Stunden Schweiß, Adrenalin und ein Megaflash fast aller Sinne. Ein
guter Sonntag war´s, ein hart verdientes Abschlussweizen aber auch.
Autor: julius