Alexander Dürre

Die Nacht über hat es, nach einigen Föhntagen, kräftig geregnet. Wir wollen trotzdem in gemeinsamer Runde auf`s Bike und in die Höhe. Ausgemacht ist ausgemacht!

Während wir auf Silum shutteln, schildert uns Alex farbenfroh den angepeilten Trail, und betont mantraartig, daß der „staubtrocken“ ist. Na ja, soll sein, wir kämpfen uns allerdings dem zum Trotz durch schlammig rutschiges Gelände in die Höhe und nehmen das Unvermeidliche mit Humor. Am Ziel angekommen, finden wir eine lauschige Micro-Hütte. Eher ein Hexenhaus mit Platz zum Schlafen für 2-3, einem Ofen und einem Schnapsvorrat in Selbstbedienung mit Spendenkassa. Wir bedienen uns in Maßen und zahlen natürlich großzügig. Eine nette Einlage aber gute Laune haben wir ohnedies.

Die Stunde der Wahrheit, sie naht unerbittlich. Schoner an und hopp. Oder auch Schlitter & Rutsch! Der an sich schon eher technische Trail ist heute nass, rutschig und etwas speziell; trotzdem geht das Meiste. Wir rutschen und wedeln so irgendwie da runter und es haut auch kaum wen aus der Spur.  Alex hadert mit seiner Reverb Sattelstütze, die sich partout nicht mehr absenken lässt, echt shitty. Bei Fred ist der Dämpfer mal wieder hinüber aber das Spezi fährt auch mit einer unfreiwilligen Tieferlegung. Nach einer ersten  Sequenz geht es  smooth zur Gaflei. Ich merke, daß ich auch ohne Strom noch uphill fahren kann, aber im direkten Vergleich ist das schon recht lahm. Man kann nicht alles haben.

Der Abschlusstrail naht, aber ja, das sind immer noch gut 1000 Höhenmeter vom Feinsten. Die Wurzeln bleiben weiter tückisch aber der Flow gewinnt letzten Endes die Oberhand und mit einem breiten Grinsen finden wir unsere Lines, aus der Sonne fallend, tauchen wir in den Nebel im Tal. Mystisch. Wir waren am Berg und, zumindest für eine kurze und intensive Zeit, an der Sonne.

Werner, Jürgen, Fred, Kiki, Alex und ich hatten unseren Spass. Und weil Alex so intensiv beschworen hat, dass der Trail nusstrocken sei, trotz Regen in der Nacht und gegen jede Vernunft, ist dieser Beitrag zu seinem Titel „Alaxander Dürre“ gekommen. Also keine klimatische Variation sondern nur freundschaftliches Gespött – aber das gehört bei uns Xitrailern ja auch dazu.

Julius

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