Chicken Way

Die Seilbahnen laufen nicht mehr und noch nicht wieder, es herrscht Stille auf den Bergen. Heute soll es bis in den Nachmittag hinein schön sein, also nix wie rauf auf einen nahen Hausberg. Am Start: Alex, Jürgen, Fred und ich. Die Runde wird kleiner, als ich nach dem Ausladen des Bikes meinen Helm vermisse. Schmerzhafter Gedanke aber es nutzt nix, ohne Helm ist ein absolutes „no go“; begleite ich den Trupp halt nur mit Kamera. Unser flotter Aufstieg durch leicht herbstnebelige Landschaft ist schnell geschafft und bringt uns am Gipfel endlich auch Sonne pur. Kurz das Gipfelglück genießen – ich sorge verlässlich dafür, dass das nicht zu lange dauert – und ab die Post.

Felsverblockt, hoch verstuft, Spitzkehren bewehrt, tricky und flowig. Es ist alles da, was ein schöner Xitrail bieten sollte. Manchmal zeigt der Trail seine blutrünstige Seite und wirft den einen oder anderen von uns in die Pampas, wie ein wilder Stier beim Rodeo. Ich leide freilich, so ganz ohne Bike. Und nerve dafür mit Regieanweisungen, weil ich ja genug Zeit und Muße zum Fotografieren habe. Am Ende kommen wir aber alle ganz happy an, die eine oder andere Schlüsselstelle ist erstmalig geknackt, die schmerzenden Glieder sind ungebrochen am Körper, die Kleidung strotzt vor Dreck.

Auf dem Weg ins Gasthaus treffen wir noch Klaus, der auch gerade auf einer Bikerunde unterwegs ist und sich jetzt, manchmal etwas Kopf schüttelnd, die Verarbeitung des trails anhören muss. Und auch die nächsten Rides, denn die sind schon im Kopf.
Julius

Ein Kommentar

  1. Fred

    Wer zu spät den Gipfel erklimmt und dann noch eine Brotzeit einnehmen will den bestraft der Julius oder wie sagte einst Gorby? 😉

Schreibe einen Kommentar