Nu a kline Runde

Anruf Alex; „Searvus Julius, hoscht Lust uf a gmüatliche kline Runde, nu eppas ganz einfachs, Scheallaberg oder so, i sött glob mini Hand schona. Oder ins Brandnertal viellicht? I hol di ab, in 20 Minuta, ischt des OK?“ Kurze Grübelpause: „Jo des passt guat, bin hüt eh a bizle fuul“ Soviel zum Vorsatz!

Bei Gluthitze, statt in vermeintlichem Schatten, kurbeln wir auf einer steilen Schotterpiste Richtung Ziel, bis der fiese Untergrund nur noch Schiebebetrieb sinnvoll erscheinen lässt. OK, zulässt. „A Spezi wär jetzt fein“… „uf der Hütta denn“, freuen wir uns beide. Dort angekommen, ist Spezi aus, müssen uns mit Apfelsaft gespritzt begnügen, was es auch tut. Die, selbst für uns, überwältigend schöne Gebirgslandschaft entschädigt sowohl für Spezi als auch für den Schweiss treibenden Aufstieg. Soviel zur Prämisse „gmüatlig“.

Jetzt aber ab, Protektoren anziehen – hoppala! Alex bezieht meine Frage: „wo sind dia Protektora jetzt oh?“ erst auf sich, beteuert, welche bestellt zu haben, um gleich nachzulegen: “ der Trail hot eh koa Stufa, hütt bruchand mir dia net.“ Wie wahr wie wahr. Der Trail beginnt recht sanft, verhalten fast, und mündet bald in unsere Aufstiegsspur. Spektakulär ist anders. Zweigt dann im zweiten Akt wieder ab und legt jetzt sukzessive zu. Zieht schließlich seine Register, verblockte Wurzelpassagen, Julianische Spitzkehren UND, ja, Stufen auch. Ohne wenn und aber ein waschechter Xitrail mit hohem Genussfaktor. Soviel also zur letzten Prämisse „nu eppas ganz einfachs“ 🙂

Die Erkenntnis: „Kascht reda was`d witt, us der oagna (oder o Xitrail) Hut kascht halt net usse“. Gell Alex!

Ischt aber uf jeda Fall a superfeine kline und Dottel einfache Tour Xi. I fahr halt einfach am liabsta so ganz gmüatlix Züg.

Julius

 

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