gripUp

0000360467-DSCF1942Fingerboard gripUp 

Da die Protagonisten der bikenden szene durchaus gehäuft auch dem Klettersport frönen, ein etwas außerhalb der Reihe stehender Kurztest: das gripUp Fingerboard von galamant

Ich kämpfe beim Klettern stetig mit Unterkraft und Übergewicht.  Na ja, vielleicht hat mich auch meine kurze Kletterpause von 23 Jahren etwas an Performance einbüßen lassen? Die Frage bleibt unbeantwortet aber für die Kraft musste jetzt als Hometrainer ein Fingerboard ins Haus, eh klar.

Internet Recherche und Lokalaugenschein im Geschäft machten mir bald klar, dass ein Holzbrett die sinnvolle Wahl für verwöhnte Bürohände ist.  Alles andere, und davon gibt es ausreichend, belastet die zarten Fingerlein bzw. die Haut nur unnötig, ohne dass das dem eigentlichen Zweck des Kraftaufbaus in Fingern, Unter- und Oberarmen und weiteren Muskelgruppen dient. Also Holz!

Und da gibt es im Wesentlichen das „wood grip“ von metolius oder das „gripUp“ von galamant.  Ich habe mich nach ein wenig hin und her für das gripUp entschieden. Warum? Ist aus einem Stück heimischem Buchenholz CNC gefräst und erfüllt  hohe Ansprüche an ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Entwickelt und vertrieben von Vorarlberger Studenten in Wien – ein Heimvorteil auch noch.

Erfüllt das Fingerboard meine Erwartungen? Ich meine bestens. Erstens ist das Teil einfach nur schön. Funktion: 2 Griffleisten mit etlichen unterschiedlichen Grifftiefen, große aber gar nicht harmlose Auflieger an der  Oberseite, Positionen für Zangengriffe und organische Formen sind in Punkto Training eigentlich alles, was mein Herz begehrt. Damit kann sich der geneigte Kletteraspirant durchaus bis auf`s Blut quälen und an skills gewinnen. Ich verwende etwas Magnersium, damit das Holz nicht glattgeschwitzt wird, bilde mir ein, dass das besser so ist. Am Türsturz meines Home Office montiert, versuche ich, mich öfters  am Tag ein paar mal daran hochzuziehen oder einfach nur zu fixieren. Dem Muskalkater nach, der nicht lange auf sich warten ließ, bringt mich das Fingerboard auch in Schwung; mal sehen, was mittelfristig rausschaut. Vielleicht mutiere ich ja in klettertechnischer Hinsicht doch noch einmal vom Nudelauge zum Plasierkletterer.

Kauf per Internet und Lieferung kostenlos, kommt das Board in einer schicken Verpackung daher und ist grundsätzlich schnell montiert. Ein paar Dübel und Schrauben und eine Papierschablone für die notwendigen Bohrungen sind leider nicht im Lieferumfang, das zu ergänzen wäre vielleicht meine Anregung. Sonst? Das Board macht definitiv Spass und für Xitrailer sei am Rande angemerkt, das sich damit auch „müde“ Bremsfinger trainieren lassen. Der Preis: mit 150.-€ sicher nicht ganz billig aber durchaus preiswert.

Fazit: ich würd`s wieder kaufen

Julius

4 Kommentare

  1. jetzt muß ich vielleicht doch auch eins kaufen, damit du mich nicht überholst! immer dieser leistungsdruck. ich habe in vor vielen, vielen jahren einmal geglaubt, das würde besser, wenn man alt sei. 🙂

Schreib einen Kommentar