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Ich hatte mir da eine nette Herbsttour ausgedacht, …dachte ich!

Samstag 10.00 Uhr, Werner, Ralf, Gerd, Gerhard und ich setzten uns in Bewegung, erst mal mit den Autos. 11.00 Uhr: emsige Getriebsamkeit auf dem Parkplatz, an Rucksäcken wird genustelt, transportbedingt zerlegte Bikes wieder komplettiert,  es hat 6,5°, der Nebel liegt unter uns und  unerbittlich ruft der Trail…Schnell verfliegen die ersten Höhenmeter, der Forstweg ist steil, und auch die obligatorischen Tragepassagen bringt uns dem ersten Joch von zweien, die es zu erklmmen gilt, rasch entgegen. Kaum warmgelaufen, sind wir schon damit beschäftigt, Protektoren anzulegen und uns an die erste, wenn auch nur kurze Abfahrt, zu machen. Ein leichteer Trail in grandioser Kulisse, umsäumt von blauem Himmel und Nebelfeldern, die immer stärker von Sonnenstrahlen durchbrochen werden. Super Licht und ein ziemlicher Albtraum für den Weißabgleich der Kamera.Eine schöne Strecke flacher Singletrail zum spielen folgt, dann heißt es wieder „Rad schultern“ und über eine Bergflanke aufwärts. Die meisten von uns haben sich Gardeobe mäßig eher auf kühlere Temperaaturen eingeschossen, jetzt knallt die Sonne ungnädig auf uns herab, und der eine oder andere von uns läuft etwas heiß, bis wir Joch 2 von 2 erreicht haben. Kleine Pause, Nahrungsaufnahme und ein paar schale Scherze; die Bergflanke unter uns ist furchteinfößend steil, die Anspannung dementspredchend hoch.

Und rein! Bereits nach ein paar Metern nimmt uns der Trail gefangen. Schmal, steil, unzählige Spitzkehren in engstem Abstand, verblockt und mit Stufen gespickt. Was sage ich, sau-schmal und sau-steil! Wenigstens geben die Latschen Sicherheit bei unumgänglichen Abgängen. Ich fahre heute zur Abwechslung mit Pulsuhr, und die zeigt immer 180+ (In der Auswertung der Daten Zuhause sehe ich, daß der auf bis zu 196 und auch sonst oft über 190 geklettert ist – und das abwärts Freunde!) Der Trail zeigt Zähne, ist das Schwierigste, das ich je gefahren bin, wenn auch nicht durchgeghend. Soviel zum Thema „nette Herbsttour“. Auf der anderen Seite verwöhnt das Trailmonster praktisch durchgehend mit atemberaubend tollen Panoramen, die einen recht ausgeprägt wildromantischen Charakter aufweisen; man könnte vereinfacht auch sagen, daß die Landschaftseindrücke saugeil sind.

Nach 600 Hm fröhlichen Schindens erreichen wir eine friedliche Alm auf der wir uns eine kurze Verschnaufpause gönnen. Der Begriff Verschnauf – Pause hat für mich heute wieder etwas mehr an Kontour gewonnen.Und es geht weiter, ein wenig freundlicher, etwas mehr Flow, mehr Tempo. Was nicht heißt, daß der Trail etwa einfach wäre oder so. Nein, weit gefehlt, der Trail hat vielleicht seine Krallen etwas eingezogen, zeigt uns aber immer noch da und dort seine Zähne. Auch hier geht nicht Alles, wenngleich das allermeiste, was sich uns an Knackstellen in den Weg stellt. Erst auf den allerletzten 200 Höhenmetern kehrt „Ruhe“ ein, will heißen,  eher breitere Wege, die Tempo und auch so manche Sprungeinlage zulassen.Das Ende kommt erst kurz vor unserem Zielort im Tal, wo wir ziemlich geschlaucht, aber jeder mit einem fetten Grinsen im Gesicht ankommen. Knapp 800 Hm Uphill stehen fast 1.800 Hm Downhill gegenüber, was einen Sinnesrausch ergibt, der a) schwer zu beschreiben ist und b) wohl etwas länger anhalten dürfte. Autor: julius

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