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Wenn’s draußen immer früher dunkelt wird es Zeit, das Licht einzuschalten und sich auf tolle „Nightrides“ einzustellen. Dazu passend findet ihr hier einen Test mit 3 Leuchten, die bei Xitrail-Ridern

Die 3 Kontrahenten sind für den Vergleichstest bereit. Von links nach rechts bzw. oben nach unten: Lupine Wilma 5, Hope Vision und Magic Shine.

Alle 3 getesteten Leuchten haben nach Herstellerangabe zwischen 900 und 960 Lumen (die getestete Lupine noch 930 – aktuell 1100) und eine Leuchtdauer von ca 3 Stunden unter Volllast.

Im Lieferumfang sind, neben obligatorischem Lithium Ionen Akku und Ladegerät, bei der Lupine eine Helmhalterung, bei der Hope Helmhalterung und Stirnband etc. bzw. bei der Magic Shine ein Stirnband enthalten.

Beim Preis ergeben sich dramatische Unterschiede: Die Wilma 5 liegt bei 480.- €, die Hope sieht man oft so um die 300.-€ (offiziell gut 400.-€} und die Magic Shine (MJ 808)  gibt´s (über Internet aus den USA) für ca. 60.- €, zuzüglich ca. 5 € für einen Steckeradapter.

Woher diese Unterschiede?

Ein Erklärungsversuch könnte in etwa so aussehen: Die Lupine ist klein und zierlich, hat eine tolle Haptik, eine gute Optik vor den 4 LED, ist superb verarbeitet, bietet für den, der das beherrscht, eine tolle und frei programmierbare Elektonik mit Ladezustandsanzeige, Kompatibilität innerhalb aller Lupine Produkte, ein langes Kabel, top Service und Ersatzteilversorgung. Und sie leuchtet natürlich echt gut. Qualitativ höchstwertige Markenware eben.

Hope hat mit der Vision 4 eine Leuchte am Markt, die ein bißchen groß und grobschlächtig geraten ist, von der Elektronik her das bietet, was Mann so braucht, hat reichlich Zubehör dabei (z.B. ein Stirnband, das bei der Lupine recht ordentlich kostet), ebenfalls eine Optik vor den 4 LED und ein sehr überzeugendes Licht.

Und der Preisbrecher? Auch der hat ein sehr gutes Licht, das den teuren Konkurrenten nicht sehr viel nachsteht, allerdings nur 1 LED und keine Optik. Die Ausstattung ist spartanisch und das Kabel recht kurz, es gibt keine Gimmiks aber über die Farbe des Einschaltknopfes (grün, gelb, rot) sieht man grob die Akkukapazität. Das Nötigste ist da, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Ich habe versucht, die Leuchtkraft der 3 Probanden unter vergleichbaren Voraussetzungen zu fotografieren, d.h. mit auf dem Stativ montierten Leuchten (nebeneinander). Die Aufnahmedaten: Weißabgleich auf Kunstlicht, 400 ISO, A = 2,5 sec, F = 5,6. Objektivbrennweite = 21 mm, Format = JPEG. Markierungen: nach 15 Meter (reflektierendes Textil links), nach 30 Meter (reflektierendes Textil rechts) und nach 50 Metern stand Rider Werner, ohne reflektierende Kleidung. Der Fahrbahnbelag war grobschottrig und feucht.

Magic Shine (9oo Lumen)Die 15m Markierung ist überstrahlt, die 30er gut sichtbar, vom Kollegen in 50m Entfernung Nichts mehr erkennbar (in der Vergrößertrn Darstellung gerade noch). Der Lichtkegel ist kreisförmig gebündelt und fällt von der Mitte zum Rand hin ab.Lupine Wilma 5 („altes“ Modell mit 930 Lumen)

Der optisch gebündelte Lichtkegel ist ziemlich konzentriert, sehr hell und weit reichend. In der Mitte des Weges ist bei sehr genauem Hinsehen eine Person erkennbar, trotz dunkler Kleidung (in Natura war Werner gut sichtbar). Aufgrund der Bündelung des Lichtsrahles wird die Wilma am besten am Kopf getragen, da in diesem Fall dort wo man hinsieht die maximale Ausleuchtung herrscht, während die Periphärie weniger betont ist.

Hope Vision 4 (960 Lumen)

Hier zeigt sich ein sehr breiter Lichtkegel, der dazu sehr hell ist. Die Reichweite ist nicht ganz so wie bei der Lupine aber auch mit der Hope ist in 50 m noch schemenhaft eine Gestalt auf dem Foto erkennbar. Der Randbereich ist gut ausgeleuchtet, was bei einer Lenkermontage der Leuchte Vorteile bringt.

Ein Tipp für alle, die es ganz genau wissen möchten: Die Fotos lassen sich anklicken und soweit vergrössern, dass Werner auch wirklich für jeden sichtbar wird.

Wie sind die Aufnahmen zu bewerten?

Klar ist, dass ein Foto immer nur ein Abbild der Realität und nicht die Realität selbst ist. Das zeigt sich bei den Vergleichsfotos zum Beispiel in unterschiedlichen Farbtönen, da die Farbtemperaturen der Lampen unterschiedlich sind. Für das menschliche Auge ist das allerdings vollkommen egal und es läßt sich in der Realität kein Farbunterschied erkennen.

Ähnlich verhält es sich mit der wahrnehmbaren Lichtausbeute, die bei allen Leuchten sehr gut bis ausgezeichnet ist. Die Magic Shine leuchtet toll, der Lichtabfall zum Rand hin stört  ebensowenig wie die Tatsache, dass ein kreisrunder Bereich ausgeleuchtet wird. Auf dem Trail ist viel wichtiger, dass auch diese Leuchte nicht von den beiden Edelbrennern „überstrahlt“ wird – in diesem Fall würde der Pilot in seinem (störenden) Schatten fahren, wenn von hinten ein Kollege z.B. mit einer Lupine leuchtet. Auch sehr wichtig: Eine Person in normaler Straßenkleidung ist mit allen 3 Leuchten selbst in 50 Meter Entfernung gut erkennbar.

Der Testsieger ist…?

Eine Empfehlung zu der einen oder anderen Leuchten möchte ich so nicht abgeben. Ich denke, jede der 3 vorgestellten Lampen wird unterschiedlichen Ansprüchen von Nightridern gerecht und ihre Freunde und Anhänger haben bzw. finden.

Die Mag Shine ist der Sparefroh im Trio. Funktioniert, leuchtet auch dunkle Trails gut aus und zwingt niemals Gas wegzunehmen, weil sich die Sicht eintrübt. Eine äußerst leicht finanzierbare Eintrittskarte in die wunderbare Welt des Nightriding, die wohl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Support kann nicht beurteilt werden.

Hope Vision 4: Wer keine Programmierbarkeit der Elektronik samt präziser Ladestandsanzeige des Akkus braucht, mit einem voluminöseren Leuchtenkopf und einer m.E. leicht fummeligen Befestigung keine Probleme hat (weshalb auch?), der erhält zu einem gehobenen Preis auch einen adäquaten Gegenwert und wirklich viel Licht. Das gilt vor allem dann, wenn ein breites Sichtfeld gewünscht ist. Der Support sollte passen –  Hope führt bei uns zwar generell ein Exotendasein, es gibt aber einen Fachhändler im Land.

Die neue Lupine Wilma mit 1100 Lumen (goldene statt roter Platine) strahlt sicher am hellsten; was das angeht hat schon die getestete alte Version die Nase leicht vorn. Daneben ist die Wilma sehr innovativ, zierlich, bis ins letzte Detail durchdacht, individuell programmierbar sowie updatefähig (z.B. von 930 auf 1100 Lumen für 90.-€), was sie sehr zeitlos macht. Der Preis verleiht der Lupine allerdings eine Exklusivität, die sich wohl nicht Jeder leisten kann oder mag. Das Gros der Xitrail Rider schwört trotzdem auf diesen Brenner. Der Support ist in jeder Hinsicht vorbildlich.

Der Leuchtenvergleich erhebt keinen Anspruch auf technische Verbindlichkeit und Vollständigkeit sondern stellt meine subjektive Wahrnehmung dar. Wenn sich Gelegenheit ergibt, werde ich gerne auch andere Modelle in diese Praxisbeurteilung mit einbeziehen.

Autor: Julius

P.S.: Auch bei Nightrides sollte selbstverständlich der Xitrail – Ehrenkodex, insbesonders zum Thema Wildschutz beherzigt werden!

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